Hendrik Hanschke Innenarchitektur
Masterarbeit - Deichtorhalle - Eingang
Masterarbeit - Raum 4

Innenarchitektur Portfolio: Masterthesis - Inszenierte Ausstellungsarchitektur

Das Glück am Horizont

»Jeder der in Liebe weint, jeder der im Zorn lächelt, der ständig seine Form wechselt. Die Erkenntnis, dass Bewusstsein lediglich Raum ist. Realisier, das Realität nur ein Traum ist. Der Traum ist echt, die Lüge wahr. Das ende stürmt. der Anfang ist nah.«

 

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, Der Anfang ist nah, 2013


Projektinformationen

Masterarbeit

Das Glück am Horizont, Inszenierte Ausstellungsarchitektur
Betreuung: Prof. Rainer Wiesemes, Stefanie Larson
Hochschule RheinMain, 2014

 

Die Ausstellung in Bildern

Masterarbeit - Deichtorhalle - Eingang
Masterarbeit - Deichtorhalle - Zwischenräume
Masterarbeit - Raum 3
Masterarbeit - Raum 5
Masterarbeit - Raum 5
Masterarbeit - Raum 1
Masterarbeit - Raum 2
Masterarbeit - Deichtorhalle - Freifläche
Masterarbeit - Deichtorhalle - Grundriss und Schnitte 1
Masterarbeit - Deichtorhalle - Grundriss und Schnitte 2
Masterarbeit - Deichtorhalle - Grundriss und Schnitte 3
Masterarbeit - Deichtorhalle - Grundriss und Schnitte 4

Model und Präsentation

Masterarbeit - Modelfoto 1
Masterarbeit - Modelfoto 2
Masterarbeit - Modelfoto 3
Masterarbeit - Modelfoto 4
Masterarbeit - Modelfoto 5

Der Entwurf

Eine Ausstellung über das Glück.

 

Versucht man sich diesem Thema anzunähern, begegnet einem eine schier unglaubliche Menge an Philosophien, soziologischen Betrachtungsweisen und letztendlich Ratgebern die uns helfen sollen das Glück zu fassen. Man müsste also denken, dass sich das Glück dadurch relativ einfach erklären lässt, schnell wird aber klar dass die Komplexität dieses Themas unüberschaubar ist. Angefangen bei der begrifflichen Interpretation, sowie dem Einfluss kultureller und individueller Faktoren, scheint es keine allgemeingültige Definition dieses abstrakten Begriffes zu geben. Für die Gestaltung dieser Ausstellung blieb es folglich nicht aus eine eigene Position zu dem Thema Glück zu entwickeln.

 

Hallo Potenzial, Hallo Vergeudung.

 

Die These: Eigentlich müssten wir glücklich sein, in einer Welt in der es alles zu geben scheint. Allerdings leben wir in einer Welt des Überflusses mit einem Überangebot an Waren, Dienstleistungen, Kommunikationsmitteln und Medien. Dies scheint uns die Suche nach dem individuellen Glück zunehmend schwerer zu machen. Durch die Zunahme äußerer Einflüsse scheint eine Auseinandersetzung mit der Frage: „Was ist eigentlich Glück“, immer weniger stattzufinden. Bei einer unüberschaubaren Menge von Angeboten scheint es einfacher zu sein, die Verantwortung abzulegen und uns das „scheinbare“ Glück diktieren zu lassen.


Hallo Möglichkeit und Hallo Stille,

Hallo Entwicklung, Hallo freier Wille.


Was brauchen wir also für unser Glück? Wir brauchen Raum um über uns selbst und damit das Glück nachdenken zu können. Raum und Zeit, die Überleitung zur Architektur wäre also geschafft. Das Ausstellungskonzept soll Raum schaffen, der die Freiheit lässt sich mit uns selbst und unserer Umwelt kritisch und hinterfragend auseinandersetzen zu können. Damit wird Glück eher als eine Form der Bewegung ausgelegt, ein Zustand der Suche, des Fragenstellens, des Antwortenfindens und des immer wieder Hinterfragens. Niemals Stillstand. Etwas nach dem wir Streben ohne es endgültig erreichen zu können.

 

Dinge die fühlen, denken und schreiben,

die lenken, schweben und leiden.


Das Ausstellungskonzept inszeniert zwei unterschiedliche aber miteinander verbundene Welten. Dabei erhebt die Ausstellung in keiner Weise den Anspruch eine Erklärung zu liefern was Glück ist. Lediglich den Hinweis, dass es an der Zeit ist einmal gründlich über die Frage nachzudenken. Indirekt also doch eine Erklärung: Wir brauchen Raum, wir brauchen Zeit und manchmal einen kleinen Denkanstoß. Glück ist, das wir die Fähigkeit besitzen, über das Glück nachdenken zu können.