Hendrik Hanschke Innenarchitektur
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Poiesis 3

Innenarchitektur Portfolio: Semesterprojekte: Autopoiesis - Szenografie

Autopoiesis

„Als lebende Systeme existieren wir in vollständiger Einsamkeit innerhalb der Grenzen unserer individuellen Autopoiëse. Nur dadurch, dass wir mit anderen durch konsensuelle Bereiche Welten schaffen, schaffen wir uns eine Existenz, die diese unsere fundamentale Einsamkeit übersteigt, ohne sie jedoch aufheben zu können. [...]

 

Projektinformationen

Betreuung: Prof. R. Wiesemes
Hochschule RheinMain, Conceptuel Design / Innenarchitektur

1. Semester / Master

 


Bilder

Szenografie Ausstellung 1
Szenografie Ausstellung 2
Szenografie Ausstellung 3

Sein - Nichtsein

Wir können uns nicht sehen, wenn wir uns nicht in unseren Interaktionen mit anderen sehen lernen und dadurch, dass wir die anderen als Spiegelungen unserer selbst sehen, auch uns selbst als Spiegelung des anderen sehen.“ Humberto Maturana


Der Entwurf mit dem Arbeitstitel Autopoiesis thematisiert die allgegenwärtige Frage nach der menschlichen Existenz. Dabei wird versucht sich mit dem Wesen des menschlichen „Seins“ auseinanderzusetzen und dieses zu hinterfragen. Wie können wir uns und unsere Persönlichkeit insbesondere in Beziehung mit anderen definieren?

 

Ausgangssituation ist das Ausstellungskonzept „Kompetenzräume“ im DASA Museum Dortmund. Die etwas in die Jahre gekommene Ausstellung zeigt „Kompetenz“ - Räume in denen sich der Besucher seiner Fähigkeiten bewusst werden soll. Dabei werden die „geistige“, „physische“, „psychische“ und „soziale“ Kompetenz in je einem kubischen Raum verkörpert.

 

Die Fragestellung wie der Besucher mit einem so philosophischen Thema konfrontiert werden kann bildet die Basis für den Entwurf.
Die Begrifflichkeit (Nicht)Sein - ICH - WIR - BEWEGEN - WISSEN stehen für die Kernkompetenzen des Menschen, das „Sein“ als als die Zusammenfassung aller. Im Zentrum steht das „Ich“, nicht im egoistischen Sinne, sondern als Basis jeder Existenz. Alle anderen Kompetenzen gliedern sich an diese Wichtigste an. Dabei entsteht eine Raumarchitektur verschiedenster miteinander verknüpfter Teilbereiche die in ihrer Gesamtheit versucht das „Sein“ zu verbildlichen.

 

 

 

Im Gegensatz dazu gibt der umgebende Raum Hinweis auf das „Nichtvorhandensein“. Eine Frage die Wissenschaft und Religion gleichermaßen schon immer beschäftigt. Dabei wird nicht versucht eine Erklärung zu liefern sondern bewusstzumachen wie dicht diese beiden Zustände beieinander liegen. Weiterhin soll verdeutlicht werden, wie wichtig das Erkennen des Nichtvorhandenseins - von Kompetenzen - ist. Das „Nicht“ nähert sich mal an, entfernt sich wieder, zersprengt sich über dem „ICH“ und fällt in Stücken auf die Kompetenzen nieder.

 

Als wichtigstes gestalterisches Element formen Schriftzüge den Raum. Sie gliedern den Raum in die Unterschiedlichen Bereiche. Ein Begriff ein Raum, dabei entstehen an den Schnittstellen neue begriffliche Zusammenhänge. Zusätzlich dient dem Betrachter die Schrift als Führung und Orientierungshilfe.

 

Als besondere Form der Präsentation Ist eine Mischform aus realem Raum und Modell entstanden. Die Schriftzüge laufen aus dem Modell heraus, fließen vom Modell hinunter und laufen Wände und Boden des Ausstellungsraumes entlang. Umso weiter die Schrift sich vom Modell entfernt, desto näher kommt die dem Maßstab 1:1.

 

Neben der Präsentation der einzelnen Arbeiten ist auch ein Konzept für die gesamte Ausstellung entstanden. Neben dem Umbau der Räumlichkeiten und einer einheitlichen Gestaltung entstand auch eineFührungslinie aus großen bis kleinen Aufklebern durch das Gebäude, die auf die Ausstellung hinwies.