Hendrik Hanschke Innenarchitektur
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Kampagne 140 - Litfasssäule

Innenarchitektur Portfolio: Semesterprojekte: Kampagne 140 - Kommunikation

Kampagne 140

» 140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee, 400 Liter für dieses Portfolio.Wir verbrauchen mehr Wasser als wir glauben.

25 Badewannen täglich.

Denn die Produktion vieler Konsumgüter verschlingt Unmengen von Wasser, ohne dass wir einmal den Wasserhahn aufdrehen. «‪

Projektinformationen

Betreuung: Prof. Höller, Hochschule RheinMain, Conceptuel Design/ Innenarchitektur, 3. Semester / Master, Team: Paula Herbst

 

Wettbewerbsbeitrag für den Designpreis Halle 2014,

Thema: Wasser

 

mehr Infos zum Wettbewerb hier ...

Bilder und Wettbewerbsbeitrag

Der Entwurf

In einer Welt, in der sich alle Prozesse beschleunigen, die von einem stetig ansteigendem Wachstum der Bevölkerung geprägt ist und in der internationale Informations- und Kommunikationstranzparenz ständig zunimmt, bleibt es nicht aus, dass sich unser Bild von den Lebensressourcen und unser Umgang mit ihnen verändert. In den vergangenen Jahrzehnten ist Wasser zu einem entscheidenden Thema beim Nachdenken über die Zukunft der Erde geworden. Virtuelles Wasser beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt oder einer Dienstleistung enthalten ist oder zur Herstellung verwendet wird. Mit der Berechnung des virtuellen Wasserfußabdrucks, den ein Produkt oder eine Dienstleistung hat, lässt sich die ökologische Situation der Produktionsbedingungen bewerten. Höchste Zeit dachten wir uns, dass sich auch die Umweltbildung dieses Themas annimmt und wollen ohne den großen Zeigefinger zu heben mit einer Kampagne die auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Kann man sich vorstellen, dass 20.000 Liter Wasser verbraucht werden, um ein Kilo Kaffee zu erzeugen?

 

Hierzu wurden 6 Litfasssäulenplakate entworfen, auf denen lediglich die Textur eines Produktes zu sehen ist, sowie das Logo der Kampagne, der Wasserhahn. Die Literangabe des Virtuellen Wasserbrauchs des dargestellten Produktes ist die einzige zusätzliche Information auf dem Plakat. Die vorhandenen Litfaßsäulen der Stadt werden genutzt. An einem öffentlichen hochfrequentiertem Ort, in unserem Beispiel der Fußgängerzone in Wiesbaden, werden weitere Säulen platziert. Unter diesen befindet sich eine besondere Litfaßsäule.

 

Den Litfasssäulen ähnlich, unterscheidet sie sich in erster Linie durch einen großen leeren Tank im oberen Bereich. Logo und Form lassen aber einen Bezug zu den bedruckten Säulen herstellen. Bei näherer Betrachtung wird auch die Funktion der Säule offensichtlich, es handelt sich um einen Kaffeeautomat.

Bei der Benutzung wird man von mehreren Aktionen überrascht: Die große Plexiglasscheibe im Ausgabebereich fängt an sich zu drehen, gleichzeitig strömen unter lautem getose große Mengen an Wasser in den Tank. Während der Zubereitung des Kaffees läuft das Wasser aus dem Tank langsam nach unten ab.

 

Es wirkt als würde das gesamte Wasser aus dem Tank für die Herstellung eines Kaffees verwendet werden. Wie auf einem Bildschirm laufen nach und nach Zahlen an dem Benutzer vorbei… 17.000 Liter, Lederjacke ... und jedem Fakt ist grafisch die Position einer realen Litfaßsäule auf dem großen Stadtplan zugeordnet. Die letzte Position - der eigene Standort.

Nachdem die Scheibe sich einmal um die eigene Achse gedreht hat, wird die Ausgabe wieder freigegeben. Die letzte Zahl steht auf dem fertigen Kaffeebecher - 140.


140 Liter Verbrauch für eine Tasse Kaffee.

 

Die Mengen an Wasser sollen den Benutzer sowohl visuell als auch akustisch beeindrucken. Er soll sehen und hören wie viel Wasser sein Kaffee wirklich verbaucht. Dass es sich nicht nur um die Menge Wasser handelt, die er später in seiner Tasse sieht, sondern dass die Produktion eigentlich noch viel mehr Wasser benötigt.

 

Der bedruckte Becher besteht aus einem neuentwickelten, biologisch abbaubarem Material, aus Baumsaft. Natürlich kann er wiederverwendet werden und ist geschirrspühlfest. Als nettes Giveaway erinnert er auch später noch an den allgegenwärtigen virtuellen Wasserbrauch im Alltag.